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Google AI Overviews: Wie Ihre Website als Quelle in der „Übersicht mit KI“ erscheint

Redaktion KI-SEO Service · · Zuletzt geprüft · 8 Minuten Lesezeit

Um in Googles „Übersicht mit KI“ als Quelle zu erscheinen, braucht eine Seite laut Google nichts Besonderes: Sie muss indexiert sein, als Snippet angezeigt werden dürfen, und die Website darf in der Search Console nicht von den KI-Funktionen ausgeschlossen sein. Welche Seiten Google dann tatsächlich nennt, entscheidet sich an der Frage, ob ein Abschnitt eine Teilfrage direkt beantwortet.

Was AI Overviews sind

AI Overviews sind die KI-Zusammenfassungen, die Google bei vielen Suchanfragen über den normalen Treffern zeigt, auf Deutsch „Übersicht mit KI“. In Deutschland erscheinen sie seit März 2025. Daneben gibt es inzwischen den KI-Modus, eine eigene Ansicht, in der man wie in einem Chat weiterfragen kann. Beide verlinken Seiten, aus denen die Antwort stammt.

Für Websitebetreiber ändert das zweierlei. Steht eine Übersicht über den Treffern, klicken weniger Menschen auf die Links darunter, auch wenn das eigene Ranking gleich bleibt. Und die Quellen in der Übersicht sind nicht zwingend die Seiten auf den ersten Plätzen.

Was Google voraussetzt

Google fasst die Anforderungen in seinem Leitfaden zur KI-Suche knapp zusammen:

  • Indexiert und snippet-fähig. Die Seite muss in der Google-Suche mit einem Snippet erscheinen dürfen und die üblichen technischen Anforderungen erfüllen. Wer nosnippet setzt, schließt sie damit auch von den KI-Funktionen aus.
  • Nicht ausgeschlossen. Die Website muss in der Search Console für die generativen KI-Funktionen zugelassen sein. Standardmäßig ist sie das.
  • Keine Sonder-Dateien. Eine llms.txt, KI-Textdateien oder Markdown-Versionen braucht es nicht. Die Google-Suche ignoriert sie.
  • Strukturierte Daten optional. Sie sind laut Google keine Voraussetzung und es gibt kein spezielles Schema für KI-Funktionen. Für Rich Results in der normalen Suche bleiben sie sinnvoll.

Wie Google die Quellen auswählt

Google beschreibt das Verfahren als „query fan-out“: Das Modell erzeugt aus der Suchanfrage mehrere verwandte Suchanfragen, ruft dafür zusätzliche Ergebnisse ab und setzt die Antwort daraus zusammen. Googles eigenes Beispiel: Aus der Frage, wie man einen Rasen voller Unkraut rettet, werden Suchen nach geeigneten Herbiziden, nach Unkrautbekämpfung ohne Chemie und nach Vorbeugung.

Daraus folgt, was Sie tun können:

  1. Teilfragen einzeln beantworten. Eine Seite, die zu jeder Teilfrage einen klaren Abschnitt hat, kann für mehrere dieser Suchen passen. Formulieren Sie Zwischenüberschriften so, wie Kunden fragen.
  2. Die Antwort an den Anfang. Der erste Satz unter einer Überschrift sollte die Frage beantworten, die Herleitung folgt danach.
  3. Konkret sein. Preise, Fristen, Voraussetzungen mit Datum und Quelle lassen sich übernehmen, „schnell und günstig“ nicht.

Wie dieses Prinzip über Google hinaus funktioniert, auch bei ChatGPT und Perplexity, erklärt der Artikel darüber, wie KI-Suchsysteme ihre Quellen auswählen. Ob Ihre Seite technisch so aufgebaut ist, prüft der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check.

Was Sie messen können

Seit Ende August 2026 zeigt die Search Console für alle Websites einen eigenen Bericht zur Leistung in den generativen KI-Funktionen („Generative AI performance“). Er weist aus, wie oft Ihre Seiten in AI Overviews und im KI-Modus erscheinen, aufgeschlüsselt nach Seiten, Ländern, Geräten und Zeitraum. Zwei Einschränkungen:

  • Nur Impressionen. Klicks aus den KI-Funktionen weist der Bericht nicht getrennt aus. Sie stecken im normalen Leistungsbericht unter „Web“.
  • Nicht sofort für jede Seite. Daten erscheinen erst, wenn eine Website genügend Impressionen in den KI-Funktionen hat.

Ein nützliches Zusatzsignal bleibt der normale Leistungsbericht: Sinkt die Klickrate einer Suchanfrage bei gleichbleibenden Impressionen und Positionen, steht darüber oft eine Übersicht mit KI.

Wenn Sie nicht in AI Overviews erscheinen wollen

Seit Ende August 2026 gibt es dafür in der Search Console unter „Einstellungen“ eine eigene Steuerung für die generativen KI-Funktionen der Suche. Schließen Sie Ihre Website dort aus, erscheinen ihre Inhalte nicht mehr in AI Overviews, im KI-Modus und in den KI-Funktionen von Discover, auch nicht als Link. Die normale Google-Suche bleibt laut Google davon unberührt. Änderungen greifen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen.

Nicht funktionieren dagegen zwei verbreitete Ideen: Eine Sperre von Google-Extended in der robots.txt betrifft nur Gemini-Modelle, nicht die Suche. Und eine Sperre von Googlebot nimmt Sie aus der gesamten Google-Suche. Welche Crawler welche Aufgabe haben, zeigt die Übersicht über KI-Crawler in der robots.txt.

Häufige Fragen

Brauche ich eine llms.txt oder spezielle Auszeichnung für AI Overviews?

Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass für die Google-Suche keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien, Auszeichnungen oder Markdown-Versionen nötig sind. Die Google-Suche ignoriert solche Dateien; sie schaden nicht und helfen nicht. Auch strukturierte Daten sind für die KI-Funktionen keine Voraussetzung.

Verschwinde ich aus AI Overviews, wenn ich Google-Extended sperre?

Nein. Google-Extended steuert, ob Inhalte für Training und Grounding von Gemini-Modellen genutzt werden. Die Google-Suche und ihre KI-Funktionen betrifft es nicht. Dafür gibt es die eigene Einstellung in der Search Console.

Ist der KI-Modus dasselbe wie AI Overviews?

Nein. AI Overviews erscheinen über den normalen Suchergebnissen. Der KI-Modus ist eine eigene Ansicht, in der man wie in einem Chat nachfragen kann. Beide nutzen laut Google dieselben Grundlagen: den Suchindex und query fan-out. Für beide gelten dieselben Voraussetzungen und dieselbe Einstellung in der Search Console.